24Apr/17

Europa atmet nach Frankreich-Wahl durch!

Europa atmet nach Frankreich-Wahl durch, DAX sogar mit neuem Allzeithoch!

Der Super-GAU im ersten Wahlgang der französischen Präsidentschaftswahl ist ausgeblieben, der DAX markierte infolgedessen ein neues Allzeithoch.

Ehrlich gesprochen überrascht mich der Kursverlauf im DAX, aber auch im Euro ein wenig. Dass es zum Duell zwischen Macron und Le Pen am 07. Mai kommen würde, war größtenteils zu erwarten, auch wenn es vor der Wahl zwischen den vier aussichtreichsten Kandidaten sicherlich eng war.

Demnach war eine Erholungs-Rallye im DAX oder auch Euro zwar zu erwarten, dass es aber z.B. gleich zu neuen Allzeithochs im DAX reichen würde ist schon überraschend.

Abzuwarten bleibt auf jeden Fall, ob diese Rallye Bestand hat. Zunächst sollte man sich nämlich vor Augen führen, dass es beim zweiten Wahlgang in zwei Wochen durchaus eine Überraschung geben könnte.

Und dann ist dort auch zu erwähnen, dass Le Pen und Melenchon als äußerst Euro-kritische Stimmen rund 40% der Stimmen auf sich haben vereinen können. Anders formuliert könnte man sagen, dass die zweitgrößte Volkswirtschaft Europas gespalten scheint und auch wenn die politische Elite in Brüssel nun durchatmet und bereits als Sieger feiert: es ist ein Weckruf des französischen Volkes, den Brüssel nach dem BREXIT nicht ungehört verhallen lassen sollte.

Und dann wäre dort noch die so bekannte Börsenweisheit, dass politische Börsen normalerweise recht kurze Beine haben.

Durchaus also denkbar, dass die Marktteilnehmer sich an dem kräftigen Schluck aus der Pulle zum Wochenstart in den Folgetagen an diesem verschlucken und es sich beim Kursanstieg heute eher um einen Windbeutel handelt, der DAX eher wieder zurück in Richtung der 12.000er Marke fällt.

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18Apr/17

Neuwahlen in Großbritannien am 08.06.2017

Premierministerin Theresa May hat überraschend Neuwahlen für den 8. Juni angekündigt.

Die Neuwahl soll am 8. Juni stattfinden, teilte May in einer kurzfristig angesetzten Ansprache am Dienstag in London mit. Sie begründete den Schritt damit, das Parlament sei sich uneinig über den geplanten EU-Austritt ihres Landes.

„Vom Brexit gibt es kein Zurück“

Die Politikerin hatte Neuwahlen bislang ausdrücklich ausgeschlossen. Sie musste sich aber immer wieder gegen Vorwürfe erwehren, sie habe kein Mandat. May war im Juli 2016 von ihrer Partei ins Amt gewählt worden, nachdem ihr Vorgänger David Cameron nach dem Brexit-Votum am 23. Juni zurückgetreten war. Erst Ende März hatte May die Austrittserklärung ihres Landes aus der EU verkündet.

Regulär sollte erst wieder im Jahr 2020 gewählt werden. Jüngste Umfragen deuten darauf hin, dass Mays Konservative einen erheblichen Vorsprung vor der oppositionellen Labour-Partei hat und ihre Regierungsmehrheit erheblich ausbauen könnte.

Angekündigte Neuwahlen bringen Pfund ins Taumeln

Die Aussicht auf vorgezogene Neuwahlen in Großbritannien hat an den Finanzmärkten für Verunsicherung gesorgt. Bereits unmittelbar nach der überraschenden Ankündigung einer wichtigen Erklärung durch Premierministerin Theresa May geriet das britische Pfund am Dienstag ins Schlingern und verlor zwischenzeitlich mehr als ein halbes Prozent an Wert. Nachdem May dann Neuwahlen für den 8. Juni angekündigt hatte, kehrte die Währung aber wieder auf ihr Ausgangsniveau zurück.

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